5-tägige IKV-Herbstreise 06. bis 10. Oktober 2026
Auf den Spuren der Römer an Mosel und Saar.
1. Reisetag: Römermuseum Schwarzenacker und Trier
Die Reise beginnt mit dem Römermuseum Schwarzenacker bei Homburg, einem archäologischen Freilandmuseum, das die Geschichte einer gallorömischen Etappenstadt auf dem Weg nach Trier zeigt. Die Siedlung war einst bedeutend, wurde jedoch 275 n. Chr. von den Alemannen zerstört und danach nur teilweise wieder aufgebaut. Im Museum sind rekonstruierte Gebäude, Handwerksstätten, eine Herberge und Funde aus dem Alltagsleben der Römer zu sehen.
Am Nachmittag erreicht die Gruppe Trier, die älteste Stadt Deutschlands. Dort steht die Porta Nigra im Mittelpunkt, das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Trier selbst wurde 16 v. Chr. gegründet und gehört seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der erste Tag verbindet damit archäologische Einblicke mit einem eindrucksvollen Einstieg in die römische Stadtgeschichte.
2. Reisetag: Trierer Altstadt und Kirchen
Der zweite Tag ist einer ausführlichen Stadterkundung gewidmet. Auf dem Trierer Marktplatz mit seinem historischen Marktkreuz, dem Petrusbrunnen und kunstvoll gestalteten Fassaden begegnen die Reisenden den mittelalterlichen Wurzeln der Stadt. Auch die Judenpforte und die Judengasse erinnern an die wechselvolle Geschichte des jüdischen Lebens in Trier.
Weitere Stationen sind das Palais Walderdorff, die Steipe und die Abtei St. Irminen, die kirchliche, politische und soziale Entwicklungen widerspiegeln. Höhepunkt des Vormittags ist eine Weinprobe im ältesten Weinkeller Deutschlands, den Vereinigten Hospitien. Am Nachmittag folgen Dom St. Peter, Diözesanmuseum und Liebfrauenkirche, die mit dem Heiligen Rock, gotischer Architektur und langer religiöser Tradition beeindrucken.
3. Reisetag: Römische Villen, Saarschleife und Saarburg
Am dritten Tag stehen römischer Luxus und landschaftliche Höhepunkte im Fokus. In Nennig bestaunt die Gruppe das berühmte Mosaik einer römischen Villa, das einst die Eingangshalle schmückte und heute in einem Schutzbau präsentiert wird. Im Archäologiepark Römische Villa Borg wird das Leben wohlhabender Römer anschaulich rekonstruiert, inklusive Wohnräumen, Bad, Küche, Garten und Taverne.
Am Nachmittag geht es weiter zur Saarschleife bei Mettlach und anschließend nach Saarburg. Die Stadt war Stammsitz der Grafen von Luxemburg und besitzt mit der Burg, der Leuk mit Wasserfall und der historischen Altstadt ein starkes mittelalterliches Profil. Zum Abschluss wird die Igeler Säule besucht, ein eindrucksvolles römisches Pfeilergrab mit reichen Reliefs.
4. Reisetag: Museen, Kaiserthermen und Moselschifffahrt
Der vierte Tag beginnt im Rheinischen Landesmuseum Trier, das mit seiner Sammlung von der Urgeschichte bis zur Neuzeit beeindruckt. Besonders berühmt ist der Trierer Goldschatz, der als größter Goldmünzenschatz der Kaiserzeit gilt. Ergänzt wird der Museumsbesuch durch das Raumtheater „Im Reich der Schatten“, das römisches Alltagsleben multimedial inszeniert.
Danach folgt die Konstantinbasilika, die ursprünglich eine kaiserliche Palastaula war und später zur Kirche umgebaut wurde. Nach einer kleinen Moselschifffahrt bleibt der Nachmittag frei für individuelle Besichtigungen. Möglich sind etwa das Karl-Marx-Haus oder die Kaiserthermen, die einen Eindruck von der römischen Badekultur und der nie vollendeten Monumentalarchitektur vermitteln.
5. Reisetag: Treis-Karden, Deutsches Eck und St. Kastor
Der letzte Reisetag führt zunächst nach Treis-Karden. Das Stiftsmuseum im Zehnthaus vermittelt 2000 Jahre Orts- und Religionsgeschichte, von keltischen Siedlungen über die Römer bis zur christlichen Stiftsgeschichte.
Anschließend geht es zum Deutschen Eck in Koblenz, wo Mosel und Rhein zusammenfließen. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal und die benachbarte Basilika St. Kastor bilden den Abschluss der Reise. Beide Orte verbinden politische Symbolik, religiöse Geschichte und monumentale Erinnerungskultur. Damit endet die Fahrt als abwechslungsreiche Zeitreise durch römische, mittelalterliche und neuzeitliche Epochen.
